Nicht erst, seit ein türkischer Staatspräsident meint, er dürfe sich durch Kritik oder gar Satire strafrechtlich verfolgbar beleidigt fühlen, können wir uns freuen, dass Kurt Tucholsky unter dem Pseudonym Ignaz Wrobel die einschlägige Frage schlüssig beantwortet hat: Was darf die Satire?

Mitte der 1990er-Jahre habe ich im Dortmunder Bürgerfunk und einige Male auch auf einer Bühne des Theaters Fletch Bizzel unter dem Titel Rundschlag – Kelbers linker Haken“ Dortmunder Realsatire zu Gehör gebracht. Auszüge aus den diversen Programmen finden Sie hier: Rundschlag 96 – Dortmunder Realsatire, Morbus Bahlsen* und andere Diagnosen (* Weicher Keks), Depremiere – Digestif. Auf den Seiten 5-9 von Rundschlag 96“ hat sich Herr Friedrich Küppersbusch unaufgefordert, also frei- und mutwillig, ein hervorragendes Armutszeugnis ausgestellt.

Da der stadteigene Kreativ-Pool so etwas nicht zufriedenstellend zustandegebracht hatte, wurde einst ein öffentlicher Wettbewerb für ein Dortmund-Logo ausgeschrieben. Gewonnen hat diesen eine Agentur mit einem Logo, das umgehend gelesen wurde als: Dortmund ist größer als Null . Wenigstens etwas. Ich habe mich selbstverständlich als engagierter Bürger an diesem Wettbewerb beteiligt, bin aber mit meinem beiden Vorschlägen unerklärlicherweise nicht einmal ins Finale gekommen: Dortmund-Logo 1 / Dortmund-Logo 2 .