In Madrid hat mir die Hitze einigermaßen (bis zu 28℃) zu schaffen gemacht. Denn ich war täglich zwischen sechs und acht Stunden unterwegs. Aus diesem Grund habe ich auch meinem Rücken zuliebe jede Möglichkeit genutzt, eine Pause zu machen.

Es gibt in Madrid keine Tram, aber ein ausgedehntes Metro-Netz, dessen Bau vor 100 Jahren begonnen hat, mit dreizehn Linien und drei Stadtbahnlinien für die weniger dicht besiedelten Bereiche. Auch in Madrid hängt nirgends ein Fahrplan aus. Die Metro-Linien kommen allerdings auch alle fünf Minuten. Die Metro-Züge messen nach zig Metern, wogegen das, was in Dortmund als U-Bahn bezeichnet wird und verkehrt, fast wie ein Spielzeug wirkt. Bei jeder Stationsansage in der U-Bahn wechseln sich ein Mann und eine Frau ab. Die Umsteigestationen sind so weitläufig, dass es kaum möglich, sich ohne die Beschilderung zurechtzufinden. Das betrifft sowohl die Weite als auch die Höhe oder vielmehr Tiefe, denn es geht bis in die vierte Etage minus. Das gilt auch für Rom.

In Madrid hatte ich über airbnb die einzige Unterkunft, in der ein Pärchen gewohnt hat. Die anderen Wohnungen gingen mit allen Räumen an airbnb und raus aus dem Wohnungsmarkt.

 

Vom Faro de Moncloa (Leuchtturm) gibt es, obwohl er nicht besonders hoch ist, eine wunderschöne Aussicht auf Madrid. Soweit ich etwas zu einem Foto auszusagen habe, steht das in der Bildunterschrift.

Der Palacio Real, also der Königspalast, und die Catedral de la Almudena stehen unmittelbar nebeneinander und können daher wahrscheinlich dieselben Besuche verzeichnen.

Madrid hat nicht nur drei Museen, aber die drei auf den Fotos der folgenden Galerie sind die bekanntesten und die mit den berühmtesten Werken.

Madrid zeichnet sich durch einige stadtprägende Plätze aus, an denen bemerkenswerte Gebäude stehen. Als Platz gilt auch Playa de Toros, also das Stierkampfarena, in der ich gewesen bin. Je mehr ich über den Stierkampf gelesen und gesehen habe, desto sinnloser fand ich ihn. Als ob der Stier, wenn er denn nicht möglicherweise wildgeworden einfach auf den Matador losgeht, eine Chance hätte. Soweit ich gesehen habe, muss sich der Matador schon ziemlich dumm anstellen, um zu verlieren. Das ist kein Sport, auch deshalb unter „Plätze“.

Viele wichtige und vor allem interessante Gebäude stehen nicht an einem Platz, sondern an einer Straße. Soweit ich ihre Funktion kenne, habe ich diese in der jeweiligen Bildunterschrift benannt. Ansonsten handelt es sich um Gebäude, die mir sehr gut gefallen oder mich sogar beeindruckt haben.

Der Bahnhof Atocha beeindruckt durch seine „Innenausstattung“, die nachfolgend bestaunt werden kann. Die dürfte einmalig sein. Warum der altägyptische Tempel Debod in Madrid nachgebaut werden musste, ist mir ein Rätsel. Ein ehemaliger Markt als Kulinariktempel ist schon was. In der Nähe von Matadero Madrid habe ich gewohnt, so dass ich täglich daran vorbeigekommen bin. Ich finde die Einrichtung sehr gelungen.

Bekannt ist vor allem der Parque del Retiro, aber Madrid hat noch einige andere Parks, die sehenswert sind. In einen, vor dem ich vorher nicht gelesen hatte, dass er besuchenswert sei, habe ich mich glücklicherweise verlaufen. Das Flüsschen Manzanares trägt auch den Namen Rio de Madrid. Na ja...

Die Teleferico ist eine der Seilbahnen, die es auf meiner Reise in den Süden gab, aber ich habe sie als einzige benutzt. Technische Angaben sind auf zwei Fotos in der nachfolgenden Galerie nachzulesen. Einige Fotos von Madrid aus der Höhe sind einigermaßen gelungen.

„Sport“ bedeutet in dieser Stadt vor allem Real Madrid. Möglicherweise drückt sich das auch darin aus, dass das Estadio Santiago Bernabéu mitten in der Stadt liegt. Es gibt auch ein Tennisturnier, das in der Bedeutung gleich hinter denen um den Grand Slam rangiert. Es wird in einer Anlage namens Caja Magica ausgetragen, was Zauberkiste heißt.

Es gab selbstverständlich Ernstes und Informatives zu sehen in Madrid, hin und wieder auch etwas zum Schmunzeln. Und ich habe eine wohlschmeckende süßliche Frucht kennengelernt, die ich noch nicht kannte: Cherimoya.